UWG Unabhängige Kreiswählergemeinschaft Minden-Lübbecke

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UWG -- Kreis-MI -- Wahl Landrat 2007


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BILD-MATERIAL
www.uwg-mi.de

TITEL
Kandidat der UWG stellt sich gegen Partei-Politik

UNTERTITEL
Klare Gegenaussagen und herbe Kritik formulierte der UWG-Kandidat
in der kürzlichen Presse-Mitteilung (bzw. Presse-Gespräch)

TEXT
Für die vorgezogene Wahl zum Landrat am 13. Mai 2007
bietet der Kandidat der Unabhängigen Kreiswählergemeinschaft
klare Aussagen. "Für die Bürger entscheiden" lautet das Wahlmotto,
welches der UWG-Kandidat Matthias Beier auf den Plakaten zeigt.

Nicht alle Tage kann man Zeuge werden, wie ein Bürgermeister und
eine Ratsversammlung über den Abriss und Verkauf des Rathauses
abstimmen, wie nun kürzlich in Minden.
Dazu der UWG-Kandidat Matthias Beier: "Schon in wenigen Wochen
können die Wähler entscheiden, ob Sie in der Person von Kandidat-A
oder Kandidat-B einen Abriss-Landrat oder einen Nicht-Abriss-Landrat
wählen. Ich werde der Nicht-Abriss-Landrat sein!"
In der Ratsversammlung stimmte übrigens eine Mehrheit (32 zu 17)
das Bürgerbegehren in den Papierkorb. Die Position vom Kreis-Rechtsamt
war gegen das Bürgerbegehren gerichtet. Wie aber hätte ein
UWG-Landrat etwas verändern können?
"Also, zuerst müsste ich dem Mindener Bürgermeister Herrn Buhre
allerdeutlichst sagen, dass die politische Linie des Landes NRW
das beabsichtigte Rathaus-Abenteuer nicht zulässt. Zukünftig haben
Städte und Gemeinden ihre Unternehmer-Tätigkeiten zu reduzieren.
Es kann letztlich nicht gutgehen, wenn spätere Bürgermeister und
Ratsleute-Nachfolger sich als On-Top-Unternehmer sehen. Ein
Bürgermeister sollte auf einem normalen Stuhl sitzen, aber nicht
auf einem Einkaufs-Zentrum. So einfach sehe ich das!
Ausserdem kam es mir so vor, dass seitens der Rechtsämter von Stadt
und Kreis ein brisanter Irrtum vor der Ratsabstimmung zum Besten
gebracht wurde. Fälle aus dem Rechtsbereich anderer Bundesländer
anzuführen, hätte meiner Meinung nicht erfolgen dürfen.
Sie sehen also, dass die Wahl des Landrats enorm grosse Auswirkungen
haben kann!"
Ein Bericht über die Wahl zum Landrat sollte aber nicht nur Minden,
sondern den gesamten Landkreis sehen. Wie sieht es damit
aus?
"Am Beispiel des neuen Palastes der Kreis-Sparkasse sehen Sie,
was passiert, wenn sich niemand für etwas einsetzt. Das Resultat
für Minden ist eher negativ, weil es für die Bürger abstossend
wirkt. Durch die Überdimensionierung in Minden bleibt für den
gesamten Landkreis die Konsequenz nicht aus, dass dort zum Nachteil
der Bürger der Rotstift zum Einsatz kommt."
Das Thema Wirtschaftsförderung könnte ein Joker sein. Wie kann
ein Unabhängiger Landrat etwas bewirken, wie es in den
UWG-Werbezetteln versprochen wird?
"Eine Niederlassung oder Fertigung in den Landkreis zu holen,
bedeutet auch, dass die politische Konstellation günstig sein
sollte. Rotes Pflaster und schwarze Regionen sind garantiert
nicht wirtschaftsfreundlich, also nicht in dem Sinne um
Neuansiedlungen begeisternd anzulocken. Sie sehen es am Bespiel
von Herrn Heinen (CDU-Kandidat). Nämlich da vermutet jeder
Unternehmer, dass er kaum Förderung wirklich bringt, sondern
eher nur Spenden mitnehmen will. Er soll ja beim Mindener
Arbeitslosenzentrum angeblich nur 20 Euro mitgebracht haben,
was wohl kaum das Wort Förderung verdient."
Welche Unterschiede oder für den Wähler wissenswerte Punkte
gibt es ausserdem?
"Ich bin sicherlich der einzige Kandidat, der nicht vom Staat
und vom Steuerzahler bezahlt wird. Problematisch sehe ich die
Position des Herrn Heinen (CDU-Kandidat), der schon fünf Jahre
überfällig ist. Nach Vorschlägen von Transparency sollte nämlich
nach zwei Jahren eine korruptionsanfällige Position umbesetzt
werden. Aber stattdessen will die CDU den Herrn Heinen sogar in
die Funktion des Landrates festsetzen. Davon ist abzuraten.
Zudem lauten mehrere Wahlinfos so, als wäre jener Herr Heinen ein
Wirtschaftsförderer, aber in Wirklichkeit jongliert er mit
den Steuergeldern.
Zum zweiten Kandidaten, dem SPD-Kandidaten Dr. Niermann, kann
ich momentan keine bessere Prognose geben. Insgesamt bringt
auch die SPD nicht sonderlich viel, also wenig gute Ideen,
wenig Einsatz für die Bürger. Möglicherweise würde dieser
mit der Kreistags-Mehrheit auch unrealistisch umgehen, was ich
jedenfalls nicht tun werde. Wenn es sein muss, würde ich jedem
einzelnd den Stand der Dinge erläutern. Ein SPD-Landrat, der
gar nicht weiss worum es geht, wird nur ein Problem
sein."
Welche Themen und Meinungen können Sie dem Leser außerdem
nennen?
"Mit dem Weserauentunnel hat der Landkreis seinen Wunschzettel
in Düsseldorf unnötig verspielt. Weder unterquert der Tunnel die
Weser, noch bricht er den Weg durch ein Gebirge. Fast jede
Woche ausserdem gesperrt.
Das Gross-Klinikum können Sie einfach auf das Wort "Ausbluten"
formulieren. Böse Zungen sagen bereits, dass die Trakte-Bauweise
und viele verdächtige Umstände für spätere Unterbringungs-Trakte
schon vorgeplant sind.
Die Infrastruktur, insbesondere den Hauptbahnhof Minden, sah man
schon gefährlich am Abgrund. Wir verteilten dazu übrigens 15.000 Flyer
Letzte-Chance-für-Minden! So oder ähnlich muss es dann gelaufen
sein, dass im Regionalrat erstaunlicherweise der
Bahn-Trassenbau verweigert wurde.
Die Medien-Situation wird dem Landkreis nicht
gerecht. Die Verleger sollten die Nachteile der vorhandenen
drei Informations-Inseln überdenken. Es sollte möglichst
auch eine kreisweite Zeitung geben."
Sie waren auch einmal bei der FWG und bei der UB, also
Unabhängige Bürgerpolitik. Warum ging das nicht weiter?
"Die FWG auf Kreisebene hatte ich in 2003 initiiert. Leider
veränderten andere jedesmal ohne vorige Abstimmung die Satzung,
die dadurch immer unfairer und auch wahlrechtlich vorhersehbar
unzulässig wurde. Ich vermute, dass die zugebilligte Wahlzulassung
der Liebäugelei zur CDU zuzurechnen ist. Hingegen hatte nämlich
das SPD-geführte Innenministerium aus denselben Gründen mehrere
Wahlzulassungen verweigert. Zur jetzigen Landratswahl hätte die
Kreis-FWG erneut um die Wahlzulassung bangen müssen, aber ein
Kniefall vor der CDU hat das Problem vorerst gelöst. Meine Meinung
ist, dass die FWG unbedingt sich aus der Falle der Erpressbarkeit
lösen sollte. Als UWG werden wir aber auf die FWG trotzdem nicht
einhauen. Immerhin sind bereits 2 Sitze im Kreistag den
Parteien abgerungen worden. Die UB, also Unabhängige Bürgerpolitik,
ist dagegen eine Partei, die nur jedoch das Wort Partei sehr klein
schreibt. Der Bundeswahlleiter (CDU) konnte höchst merkwürdig
unseren Namen nicht vorlesen und nicht aussprechen. Laut und
deutlich reden konnte er dagegen, um unsere Nicht-Zulassung zu
fordern. Wir können nun darauf aufmerksam machen, dass die CDU
keine demokratisch gesinnte Partei sein kann, wenn diese einen
Bundeswahlleiter (CDU) zu solchen hinterhältigen Machenschaften
einsetzen kann. Denn die UB hatte als Partei die Wahlzulassungs-
Erfordernisse erfüllt. Auch wie wir nun als UWG es erfüllt haben."
Können wir etwas über Sie erfahren?
"Ich bin Petershäger, sozusagen vom Dorfe. 1961 in Petershagen
geboren. Mehrere Jahre war ich in Berlin. Die Berufsangabe
freiberuflich heisst so viel, dass es mir ungenommen ist,
beliebige kleine oder unwichtige Dinge zu tun. Studiert habe ich
Luft-u.Raumfahrttechnik. Für dieses Gebiet ist übrigens bei
der CDU ein Pfarrer zuständig. Folglich kann die CDU jetzt auch
gut und gerne auf einen Landrats-Sitz verzichten."

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